Chart Of The Week

Marleen Lohse
Von Marleen Lohse August 19, 2016

Chart Of The Week

Onlinekunden wissen, was sie wollen! Eine Untersuchung unter knapp 200 der umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland zeigt: Das Google-Anzeigentool AdWords verliert an Bedeutung. Eine viel größere Rolle spielen organische Suchanfragen und direkter Traffic: Entweder googlen die Kunden nach dem Shop oder sie geben die URL direkt ein.

So das Ergebnis der E-Commerce-Studie „Online Marketing bei deutschen Onlineshops 2016“, für die die Agentur Aufgesang Inbound Marketing Daten der Suchmaschinenspezialisten von Searchmetrics ausgewertet hat. Kernthemen sind SEO (Suchmaschinenoptimierung), SEA (Suchmaschinenwerbung), Social Media und Online Marketing der größten deutschen Onlineshops verschiedener Branchen.

Die Ergebnisse (als Chart Of The Week) von Aufgesang und Searchmetrics im Überblick

Immer weniger Shops generieren Traffic über Google-Anzeigen. Während AdWords 2014 noch 9,03 Prozent des Traffics ausmachten, sind es 2016 nur noch 5,03 Prozent – der Anteil hat sich also fast halbiert.

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Die meisten organischen Suchanfragen erhalten Onlineshops mit Komplettsortiment (etwa Amazon oder Otto) und für Heimwerker (zum Beispiel Hornbach, Obi). Nachfolgend die organische Sichtbarkeit nach Branchen:

organische_sichtbarkeit

Von der bezahlten Sichtbarkeit über AdWords machen neben Multishops vor allem Bekleidungsshops Gebrauch:

bezahlte_sichtbarkeit

Zum ersten Mal haben die Studienautoren zudem Traffic-Daten von Instagram, YouTube, Facebook, Gutefrage.net und Pinterest analysiert – auch wenn soziale Medien insgesamt nur 0,87 Prozent des gesamten Traffics von Onlineshops generieren. Wie zu erwarten, führt Facebook die Netzwerke an:

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Interessant: Nur bei Onlineshops für Spielwaren, Möbel, Büroausstattung und Heimwerkerbedarf wird ein nennenswerter Teil des Traffics über das auf Bilderkollektionen basierende Pinterest erzeugt. Bei Kosmetikartikeln löst YouTube immerhin fast ein Drittel der Seitenbesuche aus. Was wäre das Videoportal auch ohne die zahlreichen Drogerie-Shopping-Hauls und Schmink-Tutorials?

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Insgesamt profitieren Einrichtungsshops am meisten von der sozialen Sichtbarkeit. Onlineshops mit Komplettsortiment und Shops für Tiernahrung scheinen ebenfalls eine „soziale Ader“ zu haben. Süßen Katzenvideos sei Dank?

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Beitragsbild: Fotolia, 72423908, Kurt Kleemann
Grafiken: Aufgesang E-Commerce-Studie 2016

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Von Marleen Lohse August 19, 2016