4 Voraussetzungen für die Erstellung von guten Inhalten

Björn Tantau
Von Björn Tantau Oktober 28, 2013

4 Voraussetzungen für die Erstellung von guten Inhalten

Das moderne Internet ist voll von Inhalten und viele Leute fühlen sich oft überfordert. Welche Texte, Bilder und Videos lohnen sich wirklich? Welchen Personen, Marken und Firmen sollte man folgen, um sich tatsächlich nachhaltig zu informieren? Die informelle Überforderung kann zum Problem werden und dazu führen, dass Inhalte weniger konsumiert werden. Und spätestens dann wirkt sich das auch negativ auf die eigene Reichweite aus. Um also mit dem eigenen Content möglichst viele Menschen zu erreichen, muss man einige Voraussetzungen beachten und 4 besonders wichtige davon haben wir in dem folgenden Artikel aufgeführt.

1. Informieren

Guter Content ist immer auch Informationsquelle. Früher wurde die Aufgabe, Menschen zu informieren, vornehmlich von den klassischen Medien übernommen. TV, Radio und Print tun das auch heute noch, haben aber nicht mehr den Stellenwert, den sie vor 20 Jahren hatten.

Verantwortlich dafür ist das Internet. Heutzutage informieren sich die Nutzerinnen und Nutzer im Web proaktiv und besorgen sich Inhalte dann, wenn ihnen danach ist und nicht dann, wenn sie präsentiert werden. Facebook, Twitter, Google+ und andere soziale Netzwerke spielen eine wichtige Rolle.

Um dieses Informationsbedürfnis zu stillen, muss der eigene Content aktuell und gehaltvoll sein. Aktuelle Branchennews oder Neuigkeiten aus der eigenen Nische sollten schnell verarbeitet und veröffentlicht werden. Wichtig: Die Information muss den Usern einen Mehrwert bringen. Einfach nur zu berichten, was passiert ist, reicht nicht mehr. Es ist notwendig, Hintergründe zu erläutern und zu verdeutlichen was die entsprechende Entwicklung für Folgen haben könnte.

Schlagzeilen für informelle Inhalte könnten zum Beispiel so aussehen:

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7 Dinge, die man über Social Media wissen sollte
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2. Erklären

Das Internet in all seinen Formen ist perfekt geeignet, um Dinge zu erklären. Viele Menschen stehen täglich vor neuen Herausforderungen, großen und kleinen. Dabei kann es sich um ein simples Backrezept für Kekse handeln oder umd den kompletten Bauplan für ein Gartenhaus.

In beiden Fällen sehen sich Nutzer mit dem Bedürfnis konfrontiert, etwas erklärt bekommen zu wollen und dieses Bedürfnis muss von gutem Content befriedigt werden. Artikel, die mit „So geht’s…“ oder „Wie man…“ beginnen, sind in der Regel Dauerbrenner und sorgen für eine erhöhte Aufmerksamkeit bei potenziellen Leserinnen und Lesern.

Wer mit seinem Inhalt Dinge einfach und nachvollziehbar erklärt und so die Lösung für kleine und große Probleme bietet, wird auf Dauer eine eigene und treue Leserschaft aufbauen. Das Prinzip lässt sich nicht nur auf Texte, sondern auch auf Videos oder Infografiken anwenden. Alles was sich dazu eignet, Zusammenhänge zu erläutern, ist dafür geeignet.

Erklärender Inhalt könnte zum Beispiel so klingen:

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Wie man einen WordPress-Blog selbst installiert und einrichtet
In 10 Schritten zu mehr Reichweite auf Google+

3. Inspirieren

Mit einem Inhalt muss man nicht zwingend informieren oder erklären. Es gibt auch Inhalte, durch die man selbst auf neue Gedanken kommt. So kann ein informeller Text im Internet dafür sorgen, dass man aktuelle Ereignisse besser erkennt und durchschaut – doch an dieser Stelle muss die „Wertschöpfungskette“ noch nicht zu Ende sein.

Neues Wissen kann dazu führen, dass man bestehende Zusammenhänge anders sieht und selbst auf neue, ergänzende Ideen kommt. Auch das ist eine Form der Hilfestellung. Wenn der eigene Content dafür sorgt, dass daraus wieder neue Denkansätze entstehen, dann wird dieser Inhalt mehr konsumiert und sorgt so auch für mehr Reichweite.

Als Urheber ist man grundsätzlich an keine Vorgaben gebunden. Texte eignen sich generell besser, um Zusammenhänge zu erläutern. Mit einem Video allerdings ist es möglich, Dinge plastischer darzustellen und für einen nachhaltigeren Lerneffekt zu sorgen. Ganz gleich aber, für welche Form der Präsentation man sich entscheidet – wenn man es schafft, andere auf neue Ideen zu bringen, dann hat man den richtigen Inhalt geschaffen.

Wer andere inspirieren möchte, kann seine Inhalte so aufbauen:

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Erfolgsgeheimnisse reichweitenstarker Twitter-Accounts
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4. Unterhalten

Unterhaltung ist wichtig und darf nicht vernachlässigt werden, das Internet ist voll von witzigen, lustigen und kuriosen Inhalten. Und mit solchem Content lassen sich sehr viele Menschen erreichen, denn wer hat nicht gern ein bisschen Spaß und amüsiert sich über lustige Dinge?

Dauerhaft unterhaltsame Inhalte können, wie die drei anderen hier genannten Punkte auch, mittel- bis langfristig relativ gut dafür sorgen, dass man selbst als sinnvolle Quelle von vielen Menschen konsumiert wird. Für die Verbesserung der eigenen Reichweite also ein sehr guter Hebel.

Es müssen aber nicht immer niedliche Kätzchen sein oder Teenager, die sich bei waghalsigen Stunts fast die Knochen brechen. So kann eine inhaltlich komplexe Infografik zum Thema „SEO“ sehr unterhaltsam sein, wenn sie entsprechend aufbereitet ist. Ein Video zum Thema „Serverkonfiguration“ kann dieses trockene Thema auf unterhaltsame Art und Weise transportieren. Hier ist Kreativität gefragt und es müssen neue Ideen entwickelt werden.

Unterhaltender Content sieht zum Beispiel so aus:

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Fazit

Guter Inhalt ist wichtig, wichtiger ist es aber, dass dieser Inhalt auch bei den Konsumenten im Gedächtnis bleibt, sich dort festsetzt. Im besten Fall entwickelt sich ein komplett neues Thema, weil man als Leserin oder Leser inspiriert wurde.

Die vorgestellten 4 Voraussetzungen für die Erstellung von guten Inhalten sind eine Grundlage für den Erfolg einer inhaltlich gut konzipierten Kampagne. Hier gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie für viele andere Kampagnen, ganz egal, wo sie stattfinden.

Funktionierende Inhalte müssen informieren, erklären, inspirieren und unterhalten. Wer das berücksichtigt, wird seine Leserinnen und Leser begeistern. Und wer das selbst nicht abbilden kann, der muss sich einen professionellen Partner besorgen.

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Björn Tantau
Von Björn Tantau Oktober 28, 2013