Content Marketing – Der wichtigste digitale Marketingtrend 2015

Matthias Lotzin
Von Matthias Lotzin Februar 5, 2015

Content Marketing – Der wichtigste digitale Marketingtrend 2015

Eine neue Studie zeigt: Content Marketing gewinnt dramatisch an Bedeutung und wird sich in diesem Jahr als das mit Abstand bedeutendste digitale Marketinginstrument für Unternehmen im B2C-Segment etablieren.

Das US-Beratungsunternehmen Smart Insights hat Marketingexperten aus der B2C-Branche befragt und in Kooperation mit der Firma JBH Marketing eine umfangreiche Infografik erstellt, die einen guten Überblick über den aktuellen Stand im digitalen Content Marketing gibt. Content Marketing, so wird daraus deutlich, ist die derzeit mit Abstand wichtigste Marketingmaßnahme für Unternehmen der B2C-Branche. 26,9 Prozent der Marketingverantwortlichen äußerten diese Überzeugung. Relativ weit abgeschlagen auf Platz zwei landete Big Data, also das Sammeln von Daten über eine Zielgruppe, um diese gezielt ansprechen zu können. Mobile Marketing nannten 11 Prozent der Vermarkter als bedeutendste Marketingmaßnahme, Social Media Marketing kam auf 8,9 Prozent der Stimmen.

Die Königsklasse: Content Marketing, das Emotionen hervorruft

Die größte Herausforderung beim Content Marketing ist, die Effektivität der entsprechenden Maßnahmen zu ermitteln (51 Prozent) und sogenannten Engaging Content zu produzieren (50 Prozent) – also virale Inhalte, Content, der besonders ist, der bewegt, informiert und der bei den Rezipienten Emotionen hervorruft. Einig sind nahezu alle Experten (93 Prozent), welcher Vertriebskanal für Engaging Content am besten geeignet ist: soziale Netzwerke.

Die Infografik gibt auch Auskunft, wie Marketingabteilungen den Erfolg ihrer Content-Marketing-Maßnahmen bemessen. Die wichtigsten Kriterien sind, ob die Zahl der Webseitenbesucher (62 Prozent) und die Verkaufszahlen (54 Prozent) zunehmen und ob die Conversion Rate (39 Prozent) steigt, also der Anteil der Webseitenbesucher, der auch etwas kauft oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt.
Die beiden wichtigsten Ziele von Content Marketing (Mehrfachnennungen waren möglich): Unternehmen wollen die Kundenbindung und -loyalität erhöhen sowie mit ihren potenziellen Kunden stärker kommunizieren und direkter interagieren (jeweils 88 Prozent). Knapp dahinter rangiert der Wunsch, die Brand Awareness – die Markenbekanntheit in der anvisierten Zielgruppe – zu steigern (87 Prozent). Weniger wichtig sind den Marketingverantwortlichen die absoluten Verkaufszahlen, das Marketingziel Sales kommt nur auf 77 Prozent der Stimmen.

Content Marketing meist noch im Blindflug betrieben

Erstaunlich bis fahrlässig: 56 Prozent der Marketingfachleute sagen, dass sie zwar Content Marketing betreiben – das aber ohne dezidierte Marketingstrategie. In 11,7 Prozent der Firmen gibt es immerhin eine solche Strategie, sie ist aber kein Teil des Gesamtmarketingkonzepts. Nur in 32,3 Prozent der Unternehmen, deren Verantwortliche an der Befragung teilnahmen, ist Content Marketing strategisch auch ins Gesamtmarketing eingebunden.

Wichtigsten To-dos für Firmen: Content herstellen und adäquat promoten

In ihrem Fazit zur Studie bilanzieren Smart Insights und JBH Marketing, in welche konkreten Maßnahmen Unternehmen am stärksten investieren sollten. Die beiden wichtigsten Maßnahmen: Content mithilfe von externen Spezialisten zu produzieren und zu veröffentlichen sowie diesen Content per Social Media, PR-Aktivitäten wie Pressemitteilungen (siehe Presseo), Native Advertising und Blogs zu promoten. Ein Aspekt, der in der Studie zu kurz kommt, soll hier ergänzt werden: Die Content-Erstellung sollte für einen stärkeren Effekt mit SEO-Maßnahmen kombiniert werden – erst dann lässt sich mit Content Marketing der optimale Erfolg erzielen.

Foto: Screenshot smartinsights.com

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