Content Marketing: Hauptsache billig, das funktioniert nicht

Matthias Lotzin
Von Matthias Lotzin November 3, 2015 Updated

Content Marketing: Hauptsache billig, das funktioniert nicht

Ohne Content geht es nicht, das erkennen mehr und mehr Unternehmen. Doch zu viele verfahren bei der Content-Erstellung nach der Devise: Ja, wir produzieren Inhalte, doch kosten dürfen die (fast) nichts. Eine falsche und kurzsichtige Sichtweise.

An Lippenbekenntnissen und schönen Worten herrscht kein Mangel. Content Marketing? Ist ein Muss heutzutage. Storytelling? Nur so geht’s, wir müssen die Leser überraschen und mit Emotionen packen. Firmenblog, Unternehmensmagazin? Machen wir, und befüllen sie mit Premiuminhalten.

Texte schreiben, das kann doch jeder – oder?

So weit, so schön. Geht‘s dann an die praktische Umsetzung, sieht es mit dem Content Marketing bei vielen Unternehmen gar nicht so schön aus. Der Tenor: Texte schreiben, das kann doch eh jeder, dafür muss man doch nicht viel bezahlen. Die lassen sich für 40, 50 oder 60 Euro ordern. Und zur Not schreibt halt der Praktikant oder Sachbearbeiter für den Firmenblog. Oder wir ballern das Online-Magazin mit Image-Texten aus der Unternehmensbroschüre voll. Hauptsache Content. Irgendwie, irgendwelchen und für irgendwen, denn wer die Zielgruppe ist und was sie erwartet, das wissen wir auch nicht so genau. Wird schon hinhauen. Und wird schon keiner merken, dass wir uns durchwurschteln und die Texte Billigkram sind…

Billig-Content: Was wenig kostet, ist meist nichts wert

Kann sogar sein, dass das keiner merkt. Weil sich keiner die Inhalte anschaut. Oder weil der Content so banal ist, dass er keinerlei Eindruck hinterlässt. Weil die Texte die Leser, die Zielgruppe, die bereits vorhandenen und die potenziellen Kunden nicht ansprechen, nicht berühren. Dann kann man es mit dem Content Marketing gleich ganz sein lassen. Darf sich aber auch nicht wundern, wenn die Mitbewerber, die es besser machen, vorbeiziehen und die User erfolgreich und nachhaltig an ihre Marke binden.

Ein guter Text schreibt sich nicht von allein. Und nicht in zehn Minuten. Komplexere Themen bedürfen einer mitunter aufwendigen Recherche. Vielleicht muss ein Experte zu Rate gezogen werden. Fakten wollen gecheckt werden. Fertige Texte müssen ein professionelles Lektorat durchlaufen, Rechtschreib- und Grammatikfehler auf ein absolutes Minimum gedrückt werden. Kurz, hochwertige Inhalte haben ihren Preis. Und mit der reinen Erstellung ist es nicht getan. Was nützen die besten Texte, wenn sie niemanden erreichen? Was bringt toller Content, wenn er an der Zielgruppe vorbeizielt?

Worauf es beim Content Marketing ankommt

Content Marketing ist ein komplexer Mix von verschiedenen Maßnahmen, die über unterschiedliche Kanäle ausgespielt werden. Es erfordert eine ganzheitliche Strategie, um nachhaltigen Erfolg zu zeigen. Dabei gilt es:

• Die Zielgruppe zu definieren.
• Herausragenden Content in Form von Artikeln, Fotos, Videos und/oder Grafiken zu produzieren, der für die Zielgruppe einen Mehrwert darstellt, der überrascht, berührt, Interesse weckt.
• Den Content zu distribuieren, sowohl per „Owned Media“ (firmeneigene Seiten und Social-Media-Profile) und „Paid Media“ (bezahlte Veröffentlichungen auf den Webseiten Dritter) als auch via „Earned Media“ – der Königsdisziplin, denn hier sind es die User selbst, die den Content etwa über Social-Media-Kanäle weiter vertreiben, weil sie von den Inhalten begeistert sind: der Ritterschlag für Content!
• Den Erfolg der Maßnahmen zu messen und auszuwerten, um gegebenenfalls an der Feinjustierung zu schrauben oder die Strategie im größeren Rahmen anzupassen.

Gutes Content Marketing zahlt sich aus

Schön und gut, doch was bringt Content Marketing? Wenn man es richtig anstellt, ziemlich viel:

• Guter Content schafft Einstiegspunkte in den Conversion-Prozess, Surfer werden zu Kunden.
• Verweildauer und Click-Through-Rate auf der Website steigen, die Folge sind deutlich mehr Leads.
• Die regelmäßige Befüllung mit frischen Inhalten lässt die Menge an relevantem Content wachsen – und die Zahl der Keywords, die für die Google-Suche von Bedeutung sind. Die Folge: Die User besuchen die Firmenwebsite früh, schon lange vor einer Kaufentscheidung, mithin steigt die Brand Awareness.

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Foto: Fotolia, 70433312, Slikar

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Matthias Lotzin
Von Matthias Lotzin November 3, 2015 Updated