Schreibblockade? 7 nützliche Ideen für neuen Content

Björn Tantau
Von Björn Tantau November 28, 2014

Schreibblockade? 7 nützliche Ideen für neuen Content

Wer privat oder als Corporate Blogger im Internet schreibt, wird das Problem kennen. Nicht immer kommen die besten Ideen für Inhalte einfach so aus dem Nichts und es kann vorkommen, dass man mit einer Schreibblockade zu kämpfen hat. Das ist nicht gut, denn das eigene Publikum verlangt so oft wie möglich nach neuen und vor allem hochwertigen Inhalten. Was also tun? Grundsätzlich ist eine Schreibblockade nicht problematisch, man muss nur wissen, welche Gegenmaßnahmen es gibt. Die (digitale) Welt ist voll von Ideen und das Rad muss nicht immer neu erfunden werden – man kann es aber immer wieder verbessern! Wir haben 7 nützliche Ideen für neuen Content analysiert:

1. Fragen von Usern beantworten

(Corporate) Blogger bekommen in der Regel Fragen von ihren Leserinnen und Lesern. Diese Fragen landen oft in Kommentaren zu schon veröffentlichten Beiträgen, es kann natürlich auch vorkommen, dass direkte Fragen per E-Mail gestellt werden.

Diese Fragen sind wertvoll, denn aus ihnen lässt sich neuer Content produzieren. Im Prinzip ist das ganz einfach: Man beantwortet die Fragen seiner Leserinnen und Leser mit einem neuen Artikel.

Je nach Niveau der Frage kann dieser Content dann auch mal etwas länger und detaillierter werden. Wenn dieser Fall eintritt, sollte man sich überlegen, ob man einen langen Artikel nicht sogar aufteilt und daraus eine Artikelserie macht – so hat man dann noch mehr Material zur Veröffentlichung.

2. Regelmäßige Umfragen durchführen

Um zu wissen, wie die User im Internet denken und fühlen, werden immer wieder Umfragen veranstaltet. Diese Umfragen sind sinnvoll, denn nur auf diese Weise lässt sich effektive Marktforschung betreiben.

Doch auch für neue Inhalte sind Umfragen perfekt geeignet. Mehr noch: Wer Umfragen in Eigenregie erstellt und sich nicht auf Zahlen von Dritten verlässt, der hat exklusiven Content, der für gewöhnlich sehr viel mehr Menschen auf die eigene Website zieht, als das bei einem „Bericht aus zweiter Hand“ der Fall ist.

Zusätzlich lassen sich die eigenen User im (Corporate) Blog auf diese Weise stärker binden und vor allem Firmen und Unternehmen können des Leserinnen und Lesern der eigenen Website so spannende Einblicke in die eigene Branche präsentieren.

3. Branchenspezifischen Wochenrückblick anbieten

Apropos Branche: Viele Leute interessieren sich zwar für aktuelle Meldungen aus für sie thematisch relevanten Branchen. Doch die Zeit, sich damit täglich intensiv zu beschäftigen, haben nur die Wenigsten.

Aus diesem Grund ist ein branchenspezifischer Wochenrückblick extrem sinnvoll. Auf diese Weise liefert man erstens spannende Einblicke auf kompakte Art und Weise, zweitens hat man jede Woche mindestens einen Artikel, den man selbst veröffentlichen kann.

Wochenrückblicke sorgen für kontinuierlichen Content auf Seiten der Publisher. Thematisch interessierten Leserinnen und Lesern erleichtern sie das Leben, weil sie auf diese Weise auf dem aktuellen Stand bleiben, ohne viel Zeit zu investieren.

4. Veraltete Beiträge aktualisieren

Wer viel Content publiziert, hat nach einer gewissen Zeit ein ziemlich großes Archiv. Das Problem mit solchen Archiven: Alle Inhalte, die nicht den Stempel „Evergreen Content“ verdienen, sind mehr oder weniger in den Tiefen einer Website begraben – niemand sucht aktiv nach Meldungen von vor 5 Jahren.

Man kann sich allerdings von Zeit zu Zeit überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, ältere Artikel zu aktualisieren, um sie dann angereichert erneut zu veröffentlichen. Bei vielen Themen ist das durchaus angebracht – vor allem dann, wenn laufende Prozesse betroffen sind.

Bei politischen News kann das zum Beispiel passieren. Wenn es wirklich neue Entwicklung zu einem bestimmten Thema in der Politik gibt, dann muss nicht zwingend ein neuer Artikel geschrieben werden – es reicht, wenn man einen älteren Beitrag aus dem Archiv holt und diesen ergänzt. Wer es ganz genau nimmt, der produziert allerdings trotzdem komplett neuen Content – was letztlich auch eine Idee für neue Inhalte ist.

5. Fallstudien veröffentlichen

Auch Fallstudien erfreuen sich bei vielen Konsumenten im Internet immer wieder sehr großer Beliebtheit. Besonders gut geeignet für solche Studien sind aktuelle Themen, die ohnehin im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

Aber auch bei anstehenden Branchen-Terminen kann man mit einer themenrelevanten Studie dafür sorgen, dass man selbst sehr hochwertigen Content bekommt. So könnte man im Online Marketing zum Beispiel rechtzeitig vor einer Messe wie der dmexco im Spätsommer eines jeden Jahres eine Studie über die Bedeutung dieser Messen für die Internet-Branche machen.

Was sich vor allem für klassische Dienstleistungs-Agenturen lohnt: Marktbeobachtung mit Fokus auf Website-Relaunches. Vor allem wenn große Firmen und Unternehmen die eigene Website einem Relaunch unterziehen, wird das oft breit in der digitalen Öffentlichkeit diskutiert.

In diese Diskussion kann man sich selbst sinnvoll einschalten, indem man den Relaunch qualitativ hochwertig und sehr detailliert analysiert. Auf diese Weise lässt sich auf ein aktuelles Thema aufsetzen, dass im Fokus der User steht – gleichzeitig kann man mit einer guten Analyse dafür sorgen, dass potenzielle Kunden auf die eigene Agentur aufmerksam werden.

6. Fremden Content erweitern

Umfragen und Studien werden von vielen Anbietern veröffentlicht – doch nicht alle bereiten ihre Inhalte auch so auf, dass es optisch beeindruckt. Viele liefern einfach nur ein Zahlenwerk ab, durch das man sich dann selbst durchackern muss.

Solche Inhalte können (Corporate) Blogs aufnehmen und erweitern. Es spricht nichts dagegen, nackte Zahlen zum Beispiel in einer Infografik optisch hochwertig aufzubereiten.

Die schon vorhandene Studie stellt lediglich die inhaltliche Grundlage dar. Das Erzeugen eines darauf basierenden, eigenen journalistischen Erzeugnisses ist in Ordnung – und zusätzlich sorgt man damit für einen guten Service, denn man bietet seinem Publikum einen verständlicheren Zugang zu interessanten, aber auf den ersten Blick unverständlichen Inhalten.

7. Themenrelevante Foren beobachten

Internet-Foren gibt es zu fast jedem Thema und entsprechend groß ist die Auswahl – auch und vor allem für Fragen von Usern, die diese in Foren naturgemäß gern und oft stellen. Dabei werden in den meisten Fällen Antworten auf konkrete Probleme gesucht und genau das ist eine der größten Inspirationen für neuen Content.

Um davon als Publisher zu profitieren, müssen die in Frage kommenden Foren im Prinzip nur aufmerksam beobachtet werden. Viele Foren bieten auch automatische Funktionen, mit denen man sich per RSS-Feed oder via E-Mail über neue Fragen informieren kann.

Wenn diese Fragen in den eigenen thematischen Kontext passen, dann sollte man über genau dieses Thema einen Artikel schreiben – schon hat man hochwertigen Content, der ein konkretes Problem löst und somit einen Vorteil für die User darstellt.

Bild: Thinkstock, Digital Version, Janie Airey

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