Google zündet bei AMP die nächste Stufe

Kai Günther
Von Kai Günther August 8, 2016

Google zündet bei AMP die nächste Stufe

Für Google zeichnet es sich überdeutlich ab: Die fast monopolartige Vorherrschaft bei der Desktopsuche auf die mobilen Geräte zu übertragen, das ist die Aufgabe der Stunde. Die Nutzer verabschieden sich allmählich vom kürzlich noch geliebten Tablet und kaufen immer größere Smartphones. Und dann gibt es da noch den Konkurrenten Facebook.

AMP als Mittel gegen hohe Absprungraten

Da kaum noch jemand zum Zeitvertreib zu Hause am PC surft und der Tablet-Hype zu Ende scheint, konzentriert sich alles auf die Smartphone-User. Morgens will keiner lange auf Bus oder U-Bahn warten und, sitzt man erst mal drin, erst recht nicht auf die aktuellen Neuigkeiten auf dem Handy: Die Absprungraten bei langen Ladezeiten sind im Mobilbereich extrem hoch. Damit die Nutzer nicht ausschließlich Apps oder, schlimmer noch, das Konkurrenzprodukt Facebook konsumieren, hat Google bekanntlich seine Accelerated Mobile Pages ersonnen – kurz AMP.

Googles Turbo-Cache wirkt jetzt in der gesamten Suche

Facebook ist ohnehin bestrebt, seine User mit einem Rund-um-sorglos-Paket zum Dauergast im eigenen Kosmos zu machen. Mit seinem Feature Instant Articles zielt das soziale Netzwerk genau in diese Richtung. Es bietet kurze Ladezeiten, die Artikel und damit die User verbleiben im Facebook-Universum.

Google lieferte AMP als Antwort, begnügt sich aber mit dem Cachen des Contents. Die Inhalte bleiben auf den Servern der Publisher – Google belohnte AMP-konforme Seiten bisher in der mobilen Suche mit bevorzugter Anzeige im News-Karussell.

Es ist klar, was früher oder später kommen wird, daher überrascht Googles jüngste Ankündigung nicht: AMP-Seiten werden bald in der Websuche durchgängig mit dem kleinen Blitz gekennzeichnet. Nur noch das bessere Ranking fehlt noch, dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein. AMP-konformen, Smartphone-gerechten Webseiten gehört die Zukunft.

Foto: Fotolia, 112654919, eyetronic

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