Großes Update für Snapchat: Gaga goes Mainstream

Matthias Lotzin
Von Matthias Lotzin März 30, 2016

Großes Update für Snapchat: Gaga goes Mainstream

Snapchat, da sind sich alle einig, ist das neue heiße Ding. Mehr als 100 Millionen User sollen die App nutzen, in den USA verschicken angeblich über 60 Prozent der 13- bis 34-Jährigen kotzende Regenbogen und andere sich selbst zerstörende Foto- und Video-Nachrichten. Die meisten Über-Zwanzigjährigen fragen sich ratlos, wozu das gut sein soll – und nutzen eher die etablierten Kommunikationstools wie WhatsApp, Skype und natürlich Facebook. Das große Update für Snapchat soll die App nun für ältere User interessanter machen.

Die neue Flexibilität in der Kommunikation

Als „Chat 2.0“ bezeichnet Snapchat das Update im entsprechenden Blogpost, und nomen est omen: Die bislang nur für iOS erhältliche Aktualisierung verwandelt die App in einen vollwertigen Messenger – Snapchat goes WhatsApp und Facebook Messenger. Es lassen sich Sprach- und Video-Telefonate über die App führen, parallel dazu können Fotos versendet werden. Ist ein Gesprächspartner gerade nicht erreichbar, schickt man ihm eine kurze Video- oder Audiobotschaft.

Das Besondere dabei: User können während einer Konversation problemlos zwischen Text-, Audio- und Video-Nachrichten hin- und herwechseln, ein entsprechender Button macht’s möglich. Eine große Sache, findet etwa der Technik-Blog „Techcrunch“: Snapchat passe sich mit dem Update an „das echte Leben“ an, die neue kommunikative Flexibilität werde „süchtig machen“. Aber auch an den Spaß-Faktor haben die Entwickler gedacht, über den Sticker-Button haben User nach dem Update Zugriff auf rund 200 Sticker, um ihre Fotos aufzupeppen – etwa mit neuen Tiermotiven zum Flirten im quietschbunten Comicstyle.

Die Zeichen stehen auf Wachstum

Snapchat will Geld verdienen, dafür müssen die User-Zahlen weiter steigen. Mit dem Update bewegt sich die App weiter in Richtung Mainstream, wildert bei WhatsApp & Co und wird für ältere Nutzer interessanter. Und natürlich für Marken und Unternehmen. Snapchat ist längst viel mehr als eine Gaga-App für Kids und Jugendliche abzutun, doch die meisten Firmen hierzulande haben das noch nicht erkannt. Nachhilfe ist nötig. Wie Snapchat im Detail funktioniert und wie es sich für Marketingzwecke nutzen lässt, erfährt man beispielsweise im kostenlosen E-Book „Snap me if you can“ des Journalisten Philipp Steuer. Das 85-seitige PDF lässt sich hier gratis herunterladen. Kotzende Regenbogen, wir kommen…

Foto: Snapchat

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