Mikrocontent – auf den Punkt kommen

Jörg Mucke
Von Jörg Mucke November 27, 2014

Mikrocontent – auf den Punkt kommen

Content – oder Inhalt – ist entscheidend für eine erfolgreiche Online-Strategie. In den vergangenen Jahren hat sich der Fokus dabei mehr und mehr von der klassischen Internetseite auf soziale Netzwerke verschoben. Entsprechend gewinnen auch neue Formen von Content an Bedeutung. Kurz und knapp, ohne große Erklärungen verständlich – der sogenannte Mikrocontent ist vor allem zum Teilen über soziale Netzwerke geeignet.

Mikrocontent – wie sich die Bedeutung des Begriffs geändert hat

Den Begriff Mikrocontent gibt es in anderem Zusammenhang schon seit einigen Jahren. Ursprünglich beschrieb er die Verständlichkeit einer Überschrift losgelöst von dem übrigen Text. Das hatte besonders bei der Darstellung von Suchergebnissen immer größere Bedeutung bekommen. Mittlerweile hat sich eine weitere Bedeutung etabliert. Mikrocontent steht für Inhalte, die als Text, Bild, Animation oder Video ein klar umrissenes Thema komprimiert vermitteln. Das geht über einen Permalink. Mikrocontent wurde viel von Bloggern genutzt, mittlerweile findet er vor allem in sozialen Netzwerken Verwendung.

Worauf bei Mikrocontent zu achten ist

Mikrocontent ist ein sehr gutes Mittel, um auf umfangreicheren Content aufmerksam zu machen oder eine Marke zu stärken.
Neben Tweets, Fotos und Animationen sind mittlerweile Kurzvideos das Medium der Wahl für Mikrocontent. Sie lassen sich über die App Vine (gehört zu Twitter und erlaubt Clips bis zu sechs Sekunden Länge) oder über Instagram (gehört zu Facebook und erlaubt bis zu 15 Sekunden Länge) teilen.

Besonders beim Einsatz zur Stärkung einer Marke gibt es einige Punkte für Mikrocontent zu beachten. Ein kurzer Inhalt soll natürlich gut verständlich sein und zur Marke passen. Für den dänischen Internetexperten Jakob Nielsen ist es ein entscheidendes Kriterium von Mikrocontent, dass der Inhalt auch losgelöst vom ursprünglichen Kontext verständlich ist. Verwirrung ist kontraproduktiv.

Damit Mikrocontent wirkt, ist der zeitliche Rahmen wichtig. Der Anreiz, an einer Aktion teilzunehmen oder einen weiterführenden Content anzuklicken, hängt stark von dem Zeitpunkt ab. Manche Inhalte passen besser in die Morgenstunden, andere zum Wochenende. Wird etwas mitten in der Nacht geteilt, geht es möglicherweise komplett verloren.

Der Mikrocontent sollte unbedingt zu dem Medium passen, über das er geteilt wird. Dazu gehören neben den bereits genannten Videolängen auch die passenden Bildgrößen und die Kompatibilität des genutzten Dateiformats. Dabei ist insbesondere auf die mobile Nutzung zu achten, denn hier kann Mikrocontent am effektivsten eingesetzt werden.

Foto: Thinkstock

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