Facebook-App: Eine Milliarde Downloads

Björn Tantau
Von Björn Tantau September 3, 2014

Facebook-App: Eine Milliarde Downloads

Die Erfolgsgeschichte von Facebook geht weiter. Nachdem man schon vor einiger Zeit die Schallmauer von einer Milliarde aktiver Nutzerinnen und Nutzer durchbrochen hatte, folgt nun die mobile App. Der Siegeszug von Facebook auf Android-Smartphones stellt damit fast alle anderen Apps in den Schatten – mit Ausnahme von Google. Der Suchmaschinenriese hat allerdings einen großen Vorteil gegenüber Facebook, weil Google Android maßgeblich kontrolliert und eigene Apps viel besser auf Geräten vorinstallieren kann. Auch das zeigt, wie beliebt Facebook bei den Internet-Usern ist.

Facebook nutzt die Verbreitung von Android

Gegenüber anderen mobilen Plattformen wir iOS von Apple auf dem iPhone ist Android selbst mittlerweile das dominierende Betriebssystem auf Smartphones. Google hat bisher mit den Apps für Gmail, YouTube und Google Maps die Zahl von einer Milliarde Downloads erreicht.

Für Facebook ist es eine Premiere, obwohl davon auszugehen ist, dass auch der Facebook Messenger in Kürze die Marke von einer Milliarde Downloads erreichen könnte. Seit einigen Wochen zwingen Facebook seine User zur Nutzung der App, wenn sie über das soziale Netzwerk mobil Nachrichten verschicken wollen.

Gleiches gilt für WhatsApp. Zwar ist WhatsApp nach außen noch immer eigenständig – offiziell gehört es seit dem Kauf vor einigen Monaten (Facebook hatte 19 Milliarden US-Dollar bezahlt) direkt zu Facebook.

WhatsApp trägt zum Erfolg von Facebook bei

WhatsApp hat mittlerweile schätzungsweise über 600 Millionen Nutzerinnen und Nutzer und wächst ebenfalls weiter. Die Strategie von Facebook, sich WhatsApp zwar einzuverleiben, nicht aber komplett zu integrieren, scheint somit aufzugehen.

Nach dem Kauf von WhatsApp wurde viel diskutiert, was genau das für WhatsApp bedeuten würden. Letztendlich sind die Zweifler verstummt, viele der ehemaligen Kritiker sollen mittlerweile selbst User der App sein.

Der Erfolg von Facebooks mobiler Android App zeigt auch, dass Gründer und Chef Mark Zuckerberg mit seinem Vorhaben, aus Facebook eine „Mobile First Company“ zu machen, schon beim Börsengang im Frühjahr 2012 richtig lag.

Mehr Daten und Umsatz dank mobilem Boom

Die Umsätze aus der Vermarktung von mobilen Anzeigen steigen seitdem kontinuierlich, und Facebook tut viel dafür, das mobile Nutzererlebnis immer weiter zu perfektionieren. Genau das war vor einiger Zeit auch dringend nötig.

So wurde die ursprüngliche mobile App zum Beispiel komplett neu gebaut und wird auch heute immer wieder verfeinert. Für Facebook ist es wichtig, seinen Nutzerinnen und Nutzern immer die jeweils interessantesten Inhalte zu liefern. Das geht natürlich nur, wenn man über seine User möglichst viel weiß.

Bietet man aber eine mobile App an, die den Nutzerinnen und Nutzern gefällt, dann steigt auch ihre Verbreitung. Auf diese Weise kann Facebook noch mehr Daten gewinnen, die dann wiederum genutzt werden, um die Werbung für die jeweiligen User zu verfeinern. Die starke Verbreitung der mobilen Facebook-App sorgt also dafür, dass das soziale Netzwerk langfristig gesehen noch erfolgreicher wird, weiteres Wachstum vorprogrammiert sein dürfte.

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Björn Tantau
Von Björn Tantau September 3, 2014