Vine bittet zum Remix

Johannes Ehrenwerth
Von Johannes Ehrenwerth November 25, 2015 Updated

Vine bittet zum Remix

In der aktuellen Version bietet das Video-Portal Vine ein neues Feature an, mit dem sich Content ganz leicht vermischen und interpretieren lässt. Außerdem spendiert das Netzwerk seinen Usern eine frische Suchfunktion, mit der nach Tonspuren geforscht werden kann.

Wer auf Vine erfolgreich sein will, muss vor allem eins beweisen: Kreativität. Das Video-Netzwerk bietet Nutzern nicht gerade die ausladendste aller Bühnen: In nur sechs Sekunden muss der User seine Botschaft übermittelt haben, muss der Funke übergesprungen sein – denn länger dürfen die Clips auf Vine nicht sein.

Der richtige Schnitt macht den Unterschied

Um in der Kürze der Zeit ein möglichst abwechslungsreiches Video zu erzeugen, bedienen sich Viner vor allem der einzigartigen Schnitttechnik. Die Aufnahme läuft nämlich nur so lange, wie der Filmende seinen Finger auf dem Record Button hält. Nimmt man den Finger vom Knopf, erstellt das Programm, das ausschließlich auf Mobilgeräten mit iOS- oder Android-Unterstützung arbeitet, eine Sequenz und speichert sie. Mehrere Sequenzen lassen sich dann zu einem Video zusammenfügen, das insgesamt eben nicht länger als sechs Sekunden sein darf.

Mehr als 100 Millionen Nutzer konsumieren die kurzen Clips Monat für Monat. Tagtäglich verzeichnet das Netzwerk über 1,5 Milliarden Loops – jene Währung, mit der im Vine-Kosmos die Relevanz einzelner Beiträge gemessen wird.

Mit Remixes auf den Erfolgszug aufspringen

Schaut man sich ein Video auf Vine an, wird es nach der Maximaldauer von sechs Sekunden so lange wiederholt, bis man weiterscrollt oder damit interagiert. Ziel eines jeden Vine-Nutzers ist es dementsprechend, mit besonders kreativem und individuellem Content andere User dazu zu bewegen, möglichst lange auf der Seite des Videos zu verweilen und dabei so viele Loops wie möglich zu akkumulieren.

Als überaus erfolgreich bei der Anhäufung von Loops haben sich in der Vergangenheit Beiträge erwiesen, die berühmte Vines aufgriffen und neu interpretierten. Remixes und Experimente mit Bild und Ton sind bei Vine seit der Veröffentlichung der App Anfang 2013 ein großes Thema.

Seit einigen Tagen bietet die Plattform nun eine neue Funktion an, mit der das Erstellen von Remixes und Kollaborationen erleichtert wird. Dafür schaut man ein beliebiges Video im Netzwerk an, drückt auf die drei kleinen Punkte am rechten unteren Bildschirmrand und wählt die Option „Make a remix“ aus. Die Tonspur des gewählten Videos wird daraufhin übernommen und kann mit eigenem Video-Material belegt werden. Hierzu kann man entweder wie gehabt ein eigenes Video aufnehmen oder ein schon bestehendes aus dem Smartphone-Speicher auswählen.

Das bietet die neue Suchfunktion

Zusätzlich zum Remix-Feature bietet Vine ab sofort eine neue Discovery-Funktion an, die das Finden von anderen Remixes erleichtert. Neuerdings lassen sich nämlich gezielt Mini-Videos suchen, bei denen derselbe Song, beziehungsweise dieselbe Tonspur im Hintergrund dudelt. Das spielt Remix-Fans natürlich in die Hände, denn so wird die Suche nach witzigen Neuinterpretationen deutlich vereinfacht.

Wer sich auf Vine regelmäßig auf der Suche nach kreativen Remixes bekannter Videos durch den Videodschungel schlägt, bekommt mit der neuen Suchfunktion eine scharfe Machete an die Hand. Das neue Mix-Feature macht es außerdem extrem leicht, eigene Videos mit bekannten Tonspuren zu hinterlegen und so neu zu interpretieren. Dann klappt’s auch mit den Loops!

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Johannes Ehrenwerth
Von Johannes Ehrenwerth November 25, 2015 Updated