8 überzeugende Gründe für einen Corporate Blog

Björn Tantau
Von Björn Tantau Januar 15, 2014

8 überzeugende Gründe für einen Corporate Blog

Blogs sind schon lange keine Online-Tagebücher verschrobener Internet-Nerds mehr und haben sich einen festen Platz im digitalen Alltag erobert. Zwar werden Blogs auch heute noch von sehr vielen Privatpersonen genutzt, mehr und mehr entdecken aber auch Firmen und Konzerne dieses Format, um über aktuelle Neuigkeiten aus dem eigenen Unternehmen zu berichten. Ein Blog kann mittlerweile dank solider Software und vieler zusätzlicher Erweiterungen wie ein Magazin genutzt werden. Für Firmen und Konzerne eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, mit der eigenen Zielgruppe in Kontakt zu treten, was bisher so nicht möglich war. Diese neuen Möglichkeiten bringen zwar auch Gefahren mit sich, doch wer sich mit Konzept und Strategie an einem Corporate Blog versucht, wird sehr wahrscheinlich Erfolg haben. Wir haben 8 überzeugende Gründe für einen Corporate Blog zusammengestellt.

1. Eigene Vermarktungsplattform

Mit einem Corporate Blog baut man sich eine Vermarktungsplattform auf, die komplett in Eigenregie betrieben wird. In Zeiten sozialer Netzwerke kann es für mehr Reichweite sinnvoll sein, auch auf Facebook, Twitter oder Google+ aktiv zu sein. Die Aktivitäten dort sind aber immer nur eine Ergänzung.

Wer seine Inhalte nicht selbst publiziert und auf einer eigenen Plattform veröffentlicht, kann darüber schnell die Kontrolle verlieren. Was passiert, wenn die Facebook Page aus welchen Gründen auch immer geschlossen wird? Was ist, wenn der Twitter-Account deaktiviert wird? Es ist dann nicht mehr ohne weiteres möglich, auf die dort veröffentlichten Inhalte zuzugreifen.

Gleichzeitig genießen Firmen und Konzerne mit einem eigenen Corporate Blog viel mehr Freiheiten. Das fängt bei der Gestaltung des Designs und des Layouts an, geht über die Darstellung der Inhalte und endet bei der Möglichkeit, den Corporate Blog für erweiterte Marketing-Zwecke einzusetzen. Diese Kontrolle über Aussehen und Inhalte ist eine Garantie dafür, dass ein solcher Blog letztendlich von Dritten zwar konsumiert, nicht aber durch sie beeinflusst werden kann.

2. Direkter Draht zu Kunden

Die Bereitstellung eines Corporate Blogs bedeutet für Firmen und Unternehmen immer einen direkten Draht zu den eigenen Kunden und zu solchen, die es werden wollen. Zwar kann man bei der Nutzung von sozialen Netzwerken auch wieder mit der Reichweite argumentieren. Auf einem Netzwerk wie Facebook ist es auf der anderen Seite aber auch schwieriger, aus der Masse hervorzustechen.

Bereits bestehende Kunden werden das zusätzliche Informationsangebot eines Corporate Blogs zu schätzen wissen. Auf diese Weise bleiben sie über aktuelle Neuigkeiten, die sich natürlich auch auf Produkte und Dienstleistungen beziehen können, informiert. Gleichzeitig bietet der Corporate Blog die wertvolle Chance, sich als kompetentes Unternehmen zu profilieren.

Veröffentlichungen über eigene Produkte und Dienstleistungen sind vor allem dann sehr beliebt, wenn Kunden davon einen direkten Mehrwert haben. Das kann eine Anleitung sein, wie man ein bestimmtes Produkt bei der Lösung eines Problems einsetzt. Solche Inhalte lassen sich auch sehr gut auf sozialen Netzwerken zusätzlich als Appetithappen auszugsweise veröffentlichen, damit der Corporate Blog mehr Aufmerksamkeit erhält.

3. Mehr Traffic und Abonnenten

Gesteigerte Aufmerksamkeit führt in der Regel auch zu mehr Traffic. Werden auf dem Corporate Blog veröffentlichte Themen auf Facebook, Twitter oder Google+ wie oben beschrieben „angeteasert“, entsteht ein Rückfluss an Besuchern. Diese Besucher kommen direkt aus den sozialen Netzwerken und sorgen dafür, dass sich der Inhalt zusätzlich verbreitet.

Auf dem Corporate Blog selbst kann dieser zusätzliche Traffic dann für das eigene Marketing genutzt werden. Das Einsammeln neuer Abonnenten für den offiziellen Newsletter ist zum Beispiel möglich. Dafür müssen nur einige technische Voraussetzungen geschaffen werden. Vorteil dieser Methode: Auch hier hat man wieder mehr Kontrolle, denn diese Abonnenten kommen eben nicht über Facebook, sondern über den Newsletter.

Man kann diese Abonnenten immer dann aktivieren, wenn ein neuer Newsletter verschickt wird. Natürlich müssen auch bei einem solchen Newsletter bestimmte Regeln eingehalten werden, wie zum Beispiel das richtige Timing. Grundsätzlich hat man aber mehr Möglichkeiten, solche Abonnenten mit dem eigenen Unternehmen vertraut zu machen, denn ein Newsletter kann selbstverständlich auch mit dem für die Firma typischen Design versehen werden.

4. Bessere Google-Rankings

Mehr hochwertige Inhalte führen fast immer auch zu mehr Rankings bei Google. Dabei kommt es nicht darauf an, worüber geschrieben wird. Wichtig ist, dass es sich um themenrelevante Inhalte handelt, die zu dem eigentlichen Thema des Corporate Blogs passen. Vorteil: Mehr Rankings führen auch wieder zu mehr Traffic, also zu mehr Besuchern.

Der schon beschriebene Prozess mit der Generierung neuer Newsletter-Abonnenten kann auf diese Weise mit viel mehr Schwung versehen werden. Dabei gilt diese Vorgehensweise nicht nur für Newsletter. Auch ein angebotener RSS-Feed, also die Möglichkeit, neue Veröffentlichungen eines Corporate Blogs genau dann zu empfangen, wenn sie erstmals zur Verfügung gestellt werden, kann nach und nach aufgebaut werden.

Bessere Google-Rankings führen außerdem dazu, dass ein Corporate Blog genau dann gefunden wird, wenn danach gesucht wird. Der Besucherstrom ist nicht zwingend davon abhängig, dass man selbst in Aktion tritt. Auch abends, nachts oder am Wochenende können potenzielle Kunden auf den Corporate Blog aufmerksam werden. Wurde dieser besonders clever aufgebaut, dann können sich diese potenziellen Kunden mit Informationen versorgen oder gleich in Kontakt treten, beispielsweise via E-Mail oder Kontaktformular.

5. Neue Leads generieren

Das führt zu neuen Leads. Neue Kontakte also, die sich aufgrund des Corporate Blogs für Produkte und Dienstleistungen einer Firma oder eines Konzernes interessieren. Einer der besonders wichtigen Punkte: Durch die Bereitstellung hochwertiger und sinnvoller Informationen steigt der Corporate Blog im Ansehen potenzieller und bestehender Kunden.

Ein solcher Vertrauensbonus, der zum Beispiel auch durch Kundenstimmen, sogenannte „Testimonials“ oder vertrauenswürdige Symbole erzeugt werden kann, ist unbezahlbar. Wer es mit seinem Corporate Blog schafft, Internet-User von sich selbst zu überzeugen, hat einen großen Schritt getan. Die Hemmschwelle sinkt bei diesen Usern. Folge: Befindet sich ein Kontaktformular auf den Seiten des Corporate Blogs, dann steigt die Chance, dass diese Personen auch Kontakt aufnehmen, wenn sie eine konkrete Anfrage haben.

Und selbst wenn das nicht sofort der Fall sein sollte: Leserinnen und Lesern an einen Corporate Blog zu binden ist so ebenfalls möglich. Man kann aus solchen Usern treue Stammleser machen, die auch bei künftigen Themen immer wieder kommen. Das Vertrauen in den Blog steigt weiter und zu einem späteren Zeitpunkt kommt es dann oft doch noch zu einer Kontaktaufnahme. So lassen sich potenzielle Kunden schon lange ansprechen, bevor es überhaupt zu einer tatsächlichen Kooperation kommt.

6. Entstehung neuer Partnerschaften

Ein gut gemachter Corporate Blog, der vor allem durch seine Inhalte auch in der eigenen Branche punkten kann, lässt sich auch für Synergien nutzen. Ein einfaches Beispiel: Je mehr Reichweite ein Corporate Blog generiert, desto mehr Anfragen werden zu Gastartikeln kommen. Diese Anfragen bewegen sich in vielen Fällen im thematisch gleichen oder zumindest identischen Bereich und passen daher oft tatsächlich auf die eigenen Seiten.

Umgekehrt funktioniert dieses Prinzip ähnlich. Firmen und Konzerne, die durch hochwertiges Bloggen auffallen, sind gern gesehene und gelesene Interview-Gäste. Autoren solcher Blogs bekommen ebenfalls oft die Chance, auf anderen Branchen-Websites mit ihrem Fachwissen zu glänzen. Damit erhält das eigene Unternehmen noch mehr Aufmerksamkeit und der Corporate Blog wird entsprechend auch noch bekannter.

Daraus lassen sich weitere Kooperationen ableiten. So ist es denkbar, dass andere Websites besonders gut gelungene Blog-Artikel selbst wiederverwerten wollen. Das ist grundsätzlich von Vorteil. Wird aber eigener Content von einer dritten Website syndiziert, muss unbedingt darauf geachtet werden, die die ursprüngliche Quelle eindeutig genannt wird. Das ist auch mit Blick auf Google wichtig, weil die Suchmaschine die Original-Quellen hochwertiger Inhalte besser bewertet und im Zweifel auch höher in den eigenen Suchergebnissen aufführt.

7. Marketing-Kosten senken

Bessere Rankings bei Google, die Entstehung von Partnerschaften und die Nutzung von Synergien sowie die Generierung neuer Leads durch einen hochwertigen und reichweitenstarken Corporate Blog können dafür sorgen, dass die Marketing-Kosten sinken.

Sofern die gesteigerte Aufmerksamkeit strategisch und sinnvoll genutzt wird, können Ausgaben zum Beispiel für bezahlte Werbung in Suchmaschinen oder für Banner-Werbung zurückgefahren werden. Die so eingesparten Kosten stehen dann für andere oder ergänzende Marketing-Maßnahmen zur Verfügung.

Tritt eine solche Situation ein, dann lohnt sich zum Beispiel die Einrichtung eines E-Mail-Newsletters, für den sich direkt über den Corporate Blog neue Abonnenten generieren lassen, wie oben bereits beschrieben. Grundsätzlich lässt sich diese Methode auf alle Bereiche anwenden, bei denen es darum geht, dass ein solcher Corporate Blog bekannter und erfolgreicher wird.

8. Wettbewerbsvorteile sichern

Alle bisher genannten Gründe haben das Ziel, sich vom Wettbewerb abzusetzen. Im Vergleich zu Firmen und Konzernen, die sich in der gleichen Branche bewegen und ähnliche Produkte und Dienstleistungen bieten, ist ein qualitativ hochwertiger und reichweitenstarker Corporate Blog immer ein Vorteil. Wer etwas bietet, das bei der Konkurrenz so nicht angeboten wird, steigt im Ansehen potenzieller und bestehender Kunden.

Dieser Wettbewerbsvorteil kann zusätzlich ausgebaut werden, wenn es gelingt, Blog-Artikel mit fachlichen qualifizierten Inhalten auf ein Produkt oder eine Dienstleistung auszurichten. Das bedeutet nicht, mit einem Corporate Blog klassische Werbung zu machen. Ganz im Gegenteil: Der Wettbewerbsvorteil lässt sich dann nutzen, wenn beispielsweise ein konkretes Problem erläutert und dazu gleich ein Lösungsansatz präsentiert wird, der sich mit Produkten oder Dienstleistungen aus dem eigenen Hause durchführen lässt.

Auf diese Weise werden die Leserinnen und Leser eines Corporate Blogs über eine Lösung und die Herangehensweise informiert und haben auf der gleichen Website sofort die Möglichkeit, sich helfen zu lassen, oder können passende Ressourcen nutzen, um sich selbst zu helfen. So lassen sich potenzielle Kunden viel schneller zu neuen Kunden machen, und bereits bestehende Kunden schätzen diesen Service, den es so auf anderen Branchen-Websites nicht gibt.

Fazit

Ein hochwertiger Corporate Blog kann im Online-Marketing als flexible Allzweckwaffe genutzt werden, weil die Einsatzmöglichkeiten so vielfältig sind. Neben der Positionierung als kompetenter Anbieter haben Firmen und Konzerne zusätzlich die Möglichkeit, neue Kunden besser anzusprechen und bestehende Kunden stärker an die eigene Marke zu binden.

Einsparungspotenziale im Marketing, bessere Rankings bei Suchmaschinen und die generell gesteigerte Präsenz im Internet verdeutlichen ebenfalls, wie wichtig ein guter Corporate Blog mit themenrelevanten Inhalten schon heute ist. In der Zukunft wird sich diese Entwicklung weiter verstärken.

Nur ein Grund, warum es immer wichtiger wird, auf spannende, informative und abwechslungsreiche Inhalte zu setzen. Ohne diesen Content wird es immer schwieriger, sich bei der täglichen Informationsflut im Internet gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

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Björn Tantau
Von Björn Tantau Januar 15, 2014