Clip-Parade: Mit den eigenen YouTube-Videos Geld verdienen

Matthias Lotzin
Von Matthias Lotzin Februar 24, 2015

Clip-Parade: Mit den eigenen YouTube-Videos Geld verdienen

YouTube für die eigenen Zwecke verwenden – warum das für Unternehmen praktisch Pflicht ist und wie Firmen das Videoportal als Marketinginstrument nutzen, das haben wir erst kürzlich skizziert. Aber auch für private User kann ein netter Benefit herausspringen, wenn sie eh schon auf YouTube Clips veröffentlichen oder neu damit loslegen. Zu große Ambitionen sollte man dabei aber nicht hegen. Auch wenn es einige Wenige geschafft haben mögen: Reich wird man bei YouTube nicht – zumindest ist die Chance nicht besonders groß. Aber ein Zusatzverdienst, der ist durchaus drin.

Via AdSense an Werbeeinnahmen partizipieren

Am einfachsten lässt sich bei YouTube Geld durch die Werbung verdienen, die dort vom Portalinhaber Google gezeigt wird. Dabei handelt es sich zum einem um Werbespots, die vor den eigentlichen Videos laufen und sich nach einigen Sekunden überspringen lassen oder ganz angeschaut werden müssen. Zum anderen platziert Google neben den Videos weitere bezahlte Werbeclips. Darüber hinaus gibt es kleine Overlay-Anzeigen, die oben oder unten am Rand eines Videos eingeblendet werden.

Wer bei YouTube Clips veröffentlicht, der kann dafür sorgen, dass ihn Google an den Einnahmen für die Werbung beteiligt. Nötig dafür ist ein Konto bei Googles Werbedienst AdSense, dass dann mit dem YouTube-Konto verknüpft werden muss. Ist das erledigt, werden die anteiligen Werbeeinahmen aus dem eigenen YouTube-Kanal monatlich im AdSense-Konto gutgeschrieben.
Google selbst macht keine Angaben über die Höhe der Vergütungen. Als Faustregel gilt: Pro Tausend Klicks erhält man einen bis zwei Euro. Ausgezahlt wird erst ab einem Betrag von 70 Euro – für den also bereits stolze 35.000 bis 70.000 Klicks vonnöten sind.

Per Affiliate Links Geld verdienen

Geld lässt sich aber nicht nur über die von Google geschaltete Werbung verdienen, sondern auch über selbst gesetzte Affiliate Links – also produktspezifische Links, die man in den Beschreibungstext unter einem Video einbaut und die zu einem Onlineshop führen. Das ist in der Praxis zumeist Amazon. Um an Links zu Amazon zu verdienen, muss man sich beim PartnerNet des Onlinehändlers anmelden. Kauft ein per Affiliate Link weitergeleiteter YouTube-Nutzer dann das verlinkte Produkt, gibt es eine Provision – bei Amazon sogar auf den kompletten Inhalt des Warenkorbs, also auch auf weitere Einkäufe.

Product Placement – Die Königsdisziplin

Am meisten lässt sich mit Produktplatzierungen erzielen, doch in die Gunst bezahlten Product Placements zu kommen, ist auch besonders schwierig. Keine Firma zahlt Geld dafür, dass ein völlig unbekannter YouTuber ihr Produkt in die Kamera hält. Das ist den Stars der Szene vorbehalten. Zwar gibt es auch Agenturen, die YouTuber im Auftrag von Firmen für Product Placement bezahlen. Doch für unbeschriebene Blätter ist auch hier nichts oder nur ganz wenig zu holen.

Wer mit seinem YouTube-Kanal Geld verdienen will, benötigt also eine hohe Zahl an Abonnenten und Klicks für die einzelnen Clips. Die erste und wichtige Voraussetzung dafür ist natürlich: Man hat richtig Lust, Videos aufzunehmen – und möglichst originelle Ideen. Und einen langem Atem. Dann ist es durchaus möglich, sich Schritt für Schritt einen netten Zusatzverdienst zu verschaffen.

Foto: Screenshot support.google.com/youtube

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