Die 6 wichtigsten Zutaten für erfolgreiche Blog-Artikel

Björn Tantau
Von Björn Tantau Juli 29, 2014

Die 6 wichtigsten Zutaten für erfolgreiche Blog-Artikel

1. Grafiken und Bilder benutzen

Das Internet wird immer visueller: Bilder und Grafiken werden gern und häufig angeklickt, Textwüsten haben es generell schwerer, Leserinnen und Leser zu beeindrucken.

Schon die Struktur vieler Texte wirkt abschreckend: Unübersichtlichkeit ist einer der Hauptgründe dafür, dass Leser frühzeitig aus einem Text aussteigen oder gar nicht erst mit der Lektüre beginnen.

Mit Bildern und Grafiken lassen sich Texte zusätzlich auflockern, außerdem sind optische Elemente perfekt dazu geeignet, zusätzliche Informationen zu transportieren.

Laut Studien werden Artikel mit Bildern und Grafiken 94 Prozent mehr konsumiert als Artikel ohne optische Extras.

Grafiken und Bilder benutzen

2. Übersichtliches und klares Design verwenden

Was für komplexe Texte gilt, ist auch beim Design einer Website ausschlaggebend. Mit übersichtlichen und klaren Designs, die einfach und schnell zugänglich sind, erleichtert man den Usern das Konsumieren von Artikeln.

Zum Design gehören auch Elemente wie die Aufbereitung von Artikeln. Aus diesem Grund sind zum Beispiel Schriftart und -größe wichtig. Ein Artikel, der in einer größeren Schrift veröffentlicht wird, kann leichter gelesen werden.

Und eine aufwendige Schriftart mag auf den ersten Blick gut aussehen, sorgt aber in der Regel dafür, dass vom eigentlichen Inhalt abgelenkt wird.

Das muss auf jeden Fall vermieden werden, einfache Schriftarten, die in einer sinnvollen Größe zum Rest des Webdesigns passen, müssen bevorzugt werden.

Übersichtliches und klares Design

3. Verständlich und deutlich schreiben

Wer studiert (hat), kennt das: Endlos lange, oft kaum verständliche Texte müssen durchgeackert werden, um sich auf Referate oder Prüfungen vorzubereiten. Auch im Arbeitsleben nerven bandwurmartige, langweilige Memos.

Diese Fehler sind dem intellektuellen Anspruch von Dozenten geschuldet und dem fehlenden Einfühlungsvermögen von Fachleuten – und müssen bei einer eigenen Website auf jeden Fall vermieden werden.

Ansonsten droht der Content, so gut er auch sein mag, ungelesen zu verpuffen, und die Message kommt beim Leser nicht an. Komplexe Sachverhalte müssen allgemeinverständlich aufgearbeitet werden, endlose Abschweifungen und zu viele Fremdworte vermieden werden.

Wer nicht auf den Punkt kommt, wird seine Leserinnen und Leser schnell langweilen – und verlieren. Nicht weil die User „zu doof“ sind – sondern weil es ihnen zu schwer gemacht wird. Wer einfach, klar und verständlich formuliert, der bekommt für seine Inhalte die verdiente Aufmerksamkeit.

Verständlich und deutlich schreiben

4. Soziale Netzwerke einbeziehen

Nicht nur Facebook hat es in sich: Mit 1,3 Milliarden aktiven Usern pro Monat ist Facebook eindeutiger Spitzenreiter, wenn es um Reichweite geht. Daneben buhlen aber viele andere Netzwerke um Aufmerksamkeit: Twitter, Google+ oder Pinterest gehören momentan zu den einflussreicheren Plattformen.

Grundsätzlich gibt es für fast jede thematische Nische ein passendes Netzwerk. Beispiel ist der berufliche Sektor: Xing ist hierzulande sehr beliebt, LinkedIn hat weltweit über 200 Millionen Mitglieder. Zielgruppen für eigene Artikel sind also vorhanden, sie müssen nur richtig aktiviert werden.

Wer seinen Blog-Artikel nicht selbst in sozialen Netzwerken verbreitet oder verbreiten lässt, dem entgehen viele Chancen auf mehr Reichweite. Und weil sich diese Reichweite auch dazu verwenden lässt, um dauerhaft mehr Fans oder Follower zu generieren, geht es ohne sie nicht.

Ein guter Blog-Artikel ist immer dazu geeignet, einen Austausch zu beginnen. Diese Unterhaltungen zwischen Menschen, die sich für das Thema interessieren, finden auch in sozialen Netzwerken statt. Schafft man es, seinen Inhalte bei genau diesen Personen erfolgreich zu platzieren, wird man mittel- bis langfristig immer bekannter und kann seine Marke so populärer und attraktiver machen.

Soziale Netzwerke einbeziehen

5. Mit Handlungsaufforderungen arbeiten

Ein Blog ist vor allem für Firmen die einmalige Gelegenheit, abseits bekannter und vorhandener Produktinformationen mit der Zielgruppe in Kontakt zu kommen. Blogs haben sich von einem Nischenmedium hin zu seriösen Publikationen entwickelt, mit denen man hochwertige Informationen transportieren und neue Kunden gewinnen kann.

Es stellt sich lediglich die Frage, welches Ziel ein Blog letztendlich verfolgt. Natürlich geht es darum, eine Marke bekannter zu machen, um somit mehr Reichweite zu erzeugen. Daneben kann es aber auch ganz konkrete Ziele geben, wie zum Beispiel der Verkauf eines Produkts, ein besonderes Angebot oder den Aufbau einer qualifizierten Newsletter-Liste.

Für all das wird eine konkrete Handlungsaufforderung benötigt, die am besten in einem Ruhebereich des Blog-Artikels platziert wird. Ein typischer Ruhebereich ist das Ende eines Artikels. Die Leser haben den Artikel zu Ende gelesen und suchen nach etwas, das sie im Anschluss tun können. Der perfekte Zeitpunkt, um zum Beispiel auf einen Newsletter hinzuweisen.

Die Handlungsaufforderung muss dann entsprechend inhaltlich gestaltet sein und auf die Vorteile für den User hinweisen, damit die erwartete Aktion auch ausgeführt wird. Dieses Prinzip lässt sich übrigens nicht nur auf Newsletter anwenden, sondern passt beispielsweise auch für Buttons zum Social Sharing oder für den Konsum weiterer Artikel, die themenrelevant sind.

Mit Handlungsaufforderungen arbeiten

6. Emotional und kontrovers schreiben

Die Nachricht ist die Basis einer jeden Geschichte, doch verkaufen sich Zeitungen und Zeitschriften letztlich darüber, dass sie aus einer Nachricht eine Geschichte machen, die beim Leser Emotionen auslöst und im besten Fall Diskussionen in Gang bringt.

„Word to Mouth“-Marketing, im Deutschen zu übersetzen mit „Mund-zu-Mund-Propaganda“, ist die älteste Form des Marketings überhaupt. Was für die „alten“ Medien gilt, lässt sich auch auf die neuen Medien anwenden: Gerade im unendlichen Internet geht es darum, Aufmerksamkeit zu erregen.

Und so muss jeder Text, auch wenn das Thema auf den ersten Blick eher trocken wirkt, aufgepeppt werden: mit einer griffigen Headline und einem Vorspann, der einen Mehrwert verspricht, mit einer sinnvollen Struktur, mit Thesen, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Solche Artikel werden definitiv häufiger gelesen, geteilt, verbreitet und kommentiert.

Wer es also schafft, spannende, gern auch kontroverse Geschichten zu erzählen, ohne dabei anderen Leuten auf die Füße zu treten, wird dauerhaft mehr Reichweite erzielen. Und seinen eigenen Namen bekannter machen.

Lesen Sie auch diese interessanten Artikel
Björn Tantau
Von Björn Tantau Juli 29, 2014