Die richtige Domain: Die erste wichtige Entscheidung bei der Online-Strategie

Matthias Lotzin
Von Matthias Lotzin Februar 27, 2015

Die richtige Domain: Die erste wichtige Entscheidung bei der Online-Strategie

Ob Firmenpräsenz, private Webseite, Blog oder Onlineshop: Ein Internetauftritt benötigt eine Adresse – die sogenannte Domain. Sie setzt sich zusammen aus der Endung, der Top-Level-Domain, und der eigentlichen Adressbezeichnung. Wie bei „richtigen“ Adressen gilt: Idealerweise hat die eigene Domain ein klangvollen Namen – „Parkstraße“ klingt ja schließlich auch besser als „Krümelweg“. Den Namen zu finden, ist oft aber gar nicht so einfach.

Vor der eigentlichen Registrierung der Domain gilt es die Frage zu klären: Welche Top-Level-Domain (TLD) soll es sein? Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von TLDs, eine Gesamtliste samt der zuständigen Registrierungsstellen findet sich auf der Webseite der Organisation Internet Assigned Numbers Authority (IANA).

Zwei Hauptgruppen von Domains

Man unterscheidet dabei zwischen länderbezogenen TLDs wie „.de“ für Deutschland, „.uk“ für Großbritannien und „.fr“ für Frankreich – sowie generischen TLDs. Die bekannteste und auch die weltweit am häufigsten verwendete TLD überhaupt ist „.com“. Ebenfalls weitverbreitet sind die generischen TLDs„.net“, „.org“ und „.info“. Manche Endungen sind geschützt und nicht frei verfügbar, beispielsweise „.edu“ für Bildungseinrichtungen und „.gov“ für US-Regierungsbehörden.

Die zentrale Registrierungsstelle für „.de“-Adressen ist die Denic. Das bedeutet aber nicht, dass man seine Domain nur dort registrieren kann. Das ist auch bei zahlreichen Providern wie etwa Telekom, Strato oder 1und1 möglich. Domains lassen sich nicht kaufen, sondern nur mieten. Adressen mit „.de“-Endung sind besonders günstig, die Preise gehen schon bei knapp 20 Cent pro Monat bei zwölfmonatiger Vertragslaufzeit los.

Mit einer Domain allein ist es aber nicht getan. Die eigene Internetseite benötigt Webspace, muss auf einem Server gehostet sein. Die allermeisten Provider bietet daher günstige Paketlösungen inklusive solchem Speicherplatz und Baukastenmodulen zum Gestalten von Webseiten an. Für Privatpersonen ohne Fachkenntnisse ist das in der Regel die beste Lösung. Wer seine „.de“-Domain direkt bei der Denic registriert, muss sich selbst um Webspace kümmern.

Adressabfrage per Whois-Suche

Vor der eigentlichen Registrierung steht die Suche nach dem geeigneten Namen für die Internetadresse. Ob der Wunschname noch verfügbar ist, lässt sich per sogenannter Whois-Abfrage in Erfahrung bringen. Ist der Name bereits vergeben, sieht man auch, an wen. Bei der Denic lassen sich lediglich Namen mit „.de“-Adressen abfragen. Für sämtliche relevanten Endungen kann man das beispielsweise hier erledigen.

Stolpersteine bei der Namensfindung

Bei der Namensfindung gilt prinzipiell das Prinzip: first come, first served. Dabei darf es allerdings nicht zur Verletzung von Namens- und Markenrechten kommen. Auch Ähnlichkeiten mit den Namen von bekannten Unternehmen und Marken können juristischen Ärger bringen. Bei allgemeinen, beschreibenden Namen für die eigene Internetadresse kann es passieren, dass die Wunschnamen bereits vergeben sind – vor allem, wenn es sich um gängige Begriffe oder Phrasen handelt. Aktuell gibt es beispielsweise 116.251.628 Domains mit „.com“-Endung und 15.811.430 mit „.de“-Endung (Stand: Dezember 2014) – reichlich Namen sind also bereits vergeben.

Foto: Screenshot denic.de

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