Apple Watch –
Digitale Revolution oder Sturm im Wasserglas?

TESTROOM Redaktion
Von TESTROOM Redaktion März 10, 2015

Apple Watch – </br>Digitale Revolution oder Sturm im Wasserglas?

Cupertino, Kalifornien, gestern: Stolz und wie immer um Superlative nicht verlegen präsentiert Apple-Chef Tim Cook seine neuen Produkte. Im Fokus: die Apple Watch, seit Monaten Gesprächsthema Nummer eins bei technikverliebten Hipstern, Nerds und Trendjüngern.

Und noch während Tim Cook auf der Bühne ins Schwärmen gerät, geraten die einschlägigen Websites und Foren in Rage. Zu teuer sei die Apple Watch, zu wenig innovativ, hässlich gar. Es melden sich aber auch besonnene Stimmen zu Wort, die davon sprechen, dass die Zeit reif sei für ein neues Wearable. Und dann gibt es da natürlich noch die Apple-Jünger, für die es per Definition ausgeschlossen ist, dass der kalifornische Konzern ein Produkt auf den Markt bringt, das man nicht sofort sein eigen nennen möchte. Wir vom TESTROOM haben natürlich ebenso mitgefiebert, was die Apple Watch bringen wird, und stellen im Folgenden die interessantesten Infos zu der Smartwatch vor.

Voraussetzung
Typisch Apple: Um die Smartwatch sinnvoll benutzen zu können braucht man auch das entsprechende Smartphone, sprich: ein iPhone neuerer Generation (nicht älter als 5). Wasser auf die Mühlen vieler Apple-Hasser, die schon immer bemängelten, dass der Konzern eine abgeschlossene Welt schaffe.

Preise
Ob mit seinen Laptops, Smartphones oder Tablets: Apple war noch nie günstig. Allerdings auch noch nicht so teuer wie mit der Smartwatch. Je nach Modell beginnen die Preise bei 349 Dollar (Apple Watch Sport) und gehen bis zu weit über 10.000 Dollar. Die deutsche Technik-Website golem.de findet: „Im Vergleich zur Konkurrenz recht hochpreisig“ und meint damit bereits das Einsteigermodell. Verkaufsstart in Deutschland ist der 24. April. Am interessantesten dürfte die Frage sein, ob ein statusorientierter Mensch wirklich seine Rolex oder seine Patek gegen ein Produkt eintauschen möchte, dass in absehbarer Zeit nicht mehr up to date sein wird.

Modelle

Die Apple Watch Sport ist das Einsteigermodell mit viel Plastik, die Apple Watch die hochwertigere Variante (Saphirglas, Edelstahl, Preise ab etwa 649 Euro), die Watch Edition ist aus Gold und soll angeblich bis zu 18.000 Euro teuer sein. Alle Modelle gibt es in zwei Größen (38 bzw. 42 Millimeter).

Features
Natürlich das Übliche: Schritte und Kalorien zählen, Puls messen, E-Mails und SMS ankündigen. Bedient wird die Smartwatch per Berührung oder Stimme. Eine eventuelle Antwort-E-Mail würde man also diktieren, was zu albernen Situationen führen kann. Entscheidend für den Erfolg dürfte aber neben Lifestyle- und Fitness-Aspekten sein, ob sich das mobile Bezahlsystem Apple Pay gegen konkurrierende Systeme durchsetzen wird. Ausgang noch völlig offen.

Fazit

Teuer, keine überraschenden Features und deutlich weniger chic als eine – sagen wir mal – Omega Speedmaster oder Nomos Glashütte: So richtig will uns kein Grund einfallen, warum wir den Platz an unserem Handgelenk für die Apple Watch räumen sollten. Was natürlich nicht heißt, dass sie nicht trotzdem bald der ein oder andere Testroomer spazieren trägt. We keep you posted…

Foto Credit: Apple Pressebild

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