I/O 2015: Neues von den Google-Entwicklern

Jörg Mucke
Von Jörg Mucke Mai 29, 2015

I/O 2015: Neues von den Google-Entwicklern

Google arbeitet weiter daran, alle Bereiche der digitalen Welt zu verknüpfen. Dafür stellte das Unternehmen auf der Entwicklerkonfertenz „I/O 2015“ in San Francisco eine Reihe von Neuheiten und Entwicklungen vor – darunter eine neue Version des Handy-Betriebssystems Android.

Das viel beschworene „Internet der Dinge“ stand auch auf der Entwicklerkonferenz „I/O 2015“ von Google, die am 28. Mai in San Francisco begann, im Mittelpunkt: Alle Geräte der digitalen Welt sind miteinander verknüpft, und über die Cloud hat der Nutzer von nahezu jedem Ort aus den Zugriff auf seine Daten – das will auch Google. Dafür stellte der Konzern Neuerungen und Weiterentwicklungen vor.

Das Betriebssystem für das „Internet der Dinge“

Damit die Vernetzung von Geräten funktioniert, präsentierte Google Brillo, nicht weniger als das Betriebssystem für das „Internet der Dinge“. Es basiert, naheliegend, auf Googles weit verbreitetem Smartphone-Betriebssystem Android. Damit die Geräte und Funktionen, die damit arbeiten, auch miteinander kommunizieren können, gibt es gleich ein passendes Protokoll mit dem Namen Weave dazu. Weave könnte auch mit anderen Betriebssystemen als Android und Brillo funktionieren – iPhones sind also nicht grundsätzlich ausgesperrt.

Brillo bedeutet aber nicht, dass Android ein Auslaufmodell ist, denn für den Herbst wurde eine neue Version angekündigt: Android M. Zu den Neuerungen gehören unter anderem ein überarbeiteter Bezahldienst (Android Pay) sowie verbesserte Browser- und Akkufunktionen. Der Nutzer soll mehr Kontrolle über seine Apps erhalten. Die Erlaubnis für den Zugriff auf Daten wie etwa den Standort wird nicht mehr pauschal bei der Installation des App eingeräumt, sondern jedes Mal beim Aufrufen einer App abgefragt. Das funktioniert allerdings nur mit Apps, die für Android M optimiert wurden.

Weitere Neuerungen: Bessere Bilderverwaltung und effektivere Smartwatch-Bedienung

Das Betriebssystem für Smartwatches, Android Wear, wurde ebenfalls weiterentwickelt. So soll die Steuerung von Funktionen noch besser durch Schütteln des Handgelenks funktionieren. Wie der Massengebrauch dann im Alltag aussehen wird, mag man sich noch nicht vorstellen.

Die Verwaltung von Bilder und Videos wurde weiter automatisiert. Die Bilderkennung sortiert und durchsucht die Medien nach Orten, Personen und bestimmten Kontextinformationen. Zum Beispiel werden Bilder und Videos mit Schnee erkannt und zugeordnet – ohne dass dieses Kriterium festgelegt wurde. Die Speicherung aller Aufnahmen ist unbegrenzt und kostenlos in der Google Cloud möglich.

Der Smartphone-Assistent Google Now soll Informationen und Daten besser erkennen und automatisch in Zusammenhang bringen. Ob der Nutzer diese ungefragte Informationsflut auch honoriert, wird sich zeigen.

Bild: Screenshot von https://events.google.com/io2015/

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Jörg Mucke
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